Wir suchen Verstärkung!

Das Wandel-Werkstatt-Team sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n neue/n Kollegen/In (m/w/d): 20 Std./Woche

Aufgaben:
– administrative Aufgaben: Projektplanung/-management, Fundraising/ Beantragung von Fördermitteln
– Vernetzungsarbeit: Mitarbeit in verschiedenen nachhaltigen Netzwerken, Kooperation mit anderen Initiativen, Betreuung einer nachhaltigen Veranstaltungsplattform
– inhaltliche Arbeit: Planung und Durchführung von Workshops, Vorträgen, Aktionswochen und Infoveranstaltungen, Initiierung und Begleitung von Aktionsgruppen

Wir wünschen uns:
– Interesse am Thema Nachhaltigkeit
– Teamgeist
– Kommunikationsfähigkeit
– Freude an Netzwerksarbeit
– Engagement
– Flexibilität
– Selbstständiges Arbeiten

Wir bieten:
– ein inhaltlich breites Aufgabenfeld
– viel Gestaltungsfreiheit
– ein Team/ einen Verein mit motivierten Menschen
– Flexibilität bei den Arbeitszeiten
– Bezahlung: TV-L E10

Bewerbungen bitte an:
Sabine Müller, s.mueller@lippeimwandel.de
oder: Lippe im Wandel, Friedrichstr. 15, 32756 Detmold

Bewerbungsfrist: 30. September 2020

5. September 2020
Demonstration LIPPE ökoLOGISCH

Lippe neu denken – Lippische Landschaft erhalten, Lippe ökologisch ausrichten

Es ist fünf vor zwölf. Klimawandel, Erderwärmung und Artenrückgang führen uns vor Augen: Das Zeitfenster für verantwortungsbewusstes Handeln wird immer enger und mit Symbolpolitik allein ist es nicht getan.

Gehen wir auf die Straße und fordern: Es reicht – Stoppt den maßlosen Bodenverbrauch!

Immer mehr Straßen, Gewerbe- und Siedlungsgebiete „verbrauchen“ ständig, zunehmend und unwiederbringlich fruchtbares Land und sogar Naturschutzgebiete. Pro Tag werden in Deutschland rund 56 Hektar versiegelt. Dadurch fehlt Landwirten Boden zum Anbau unserer Lebensmittel, uns allen Erholungsraum und der Natur Lebensraum. Und was plant man aktuell in Lippe?

  • Neue 3-spurige Schnellstraßen, wie die B239n, B238, B66 oder die Südumgehung Horn, die Landschaften zerschneiden, zu mehr Verkehr, Lärm und gesundheitsschädlichen Emissionen führen
  • Ein gigantisches Logistikzentrum von Amazon, dem als arbeitnehmerfeindlich bekannten Konzern, das 20 Hektar bestes Ackerland zwischen Belle und Wöbbel versiegeln soll
  • Die Bebauung von wertvollen Feldern mit Industriegebieten und Autostellplätzen, z.B. an der Lageschen Straße in Detmold, wofür das Naturschutzgebiet Oetternbach verkleinert werden soll oder durch die Erweiterung von Parkplätzen für den Campus der Hochschule OWL in Lemgo

Boden ist endlich und nicht vermehrBAR. Boden ist Lebensgrundlage. Er dient nicht zur Gewinnmaximierung von Konzernen. Die regionale Erzeugung von Gemüse, Obst, Getreide ist wichtig.

Wir brauchen unsere Lippische Heimat und Landschaft zum Leben!

Dafür setzen wir am 30.08.2020 ein Zeichen: Demonstriert mit uns, friedlich, auf der B239. Treffpunkt und Abschlusskundgebung am Sportplatz Jerxen-Orbke, Mehr unter: lippe-oekologisch.de

Seid dabei – Es ist Eure Zukunft !

Infos zur Demo am 30. August ab 11.55 Uhr: Der Treffpunkt ist an der Oetternbachschule an der Ecke Nordring / Lagesche Straße in Detmold / Jerxen-Orbke – Adresse für Navi: Lagesche Straße 191


Über diesen Link findest du den Demoaufruf auch als Flyer in PDF-Form.


Für die Demo wird die B239 / die Lagesche Straße in Richting Lage gesperrt. Die Demo geht in Richtung Lage bis zum Mercedes-Autohaus an der Westerfeldstraße und dort links wieder zurück zum Ausgangspunkt Oetternbachschule. Dort wird es auch NACH der Demo Gelegenheit geben für Gespräche, es gibt Getränke und Infostände und wir freuen uns über musikalische Unterhaltung von a.mie.

Wir beachten die aktuellen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln.

Die Veranstalter*innen der Demonstration fühlen sich den allgemeinen Menschenrechten und dem Frieden in der Welt verbunden. Menschen mit antisemitischen, rassistischen oder fremdenfeindlichen Gesinnungen sind daher unerwünscht.

7. August 2020
Ernährungschallenge 2020

Parallel zum Start der B-Wusst-Woche (18.-26. September) geht Lippe im Wandel auch mit einer Ernährungschallenge an den Start

Wer sich klimafreundlich ernähren will, hat viele Möglichkeiten neue Routinen einzuüben. Wie wäre es mit folgenden Vorschlägen?

• Kaufe Lebensmittel unverpackt!

• Lege fleischfreie Tage ein und probiere vegetarische Rezepte aus.

• Wirf keine Lebensmittel weg!

• Probiere eine Woche lang Gerichte aus, die nur regionale Zutaten enthalten!

• Kaufe beim nächsten Einkauf ein pflanzliches Lebensmittel, das du noch nie gegessen hast!

Ab Mitte August unterbreiten wir euch diese und andere Vorschläge und wollen euch damit Lust machen, mit uns zusammen kleine Dinge im Alltag in Punkto Ernährung zu verändern. Ihr könnt euch unter s.mueller@lippeimwandel.de anmelden, wenn ihr dabei sein wollt. Der CO2-Verbrauch für unsere Ernährung liegt bei ca. 1,5 Tonnen pro Person – wenn man bedenkt,dass uns 2 Tonnen zur Verfügung stehen würden, wenn wir das ökologische Gleichgewicht auf der Erde erhalten wollen, ist das ziemlich viel. Mit der Bewusst-Woche starten dann unsere Themenwochen „Klimafreundliche Ernährung“. Nach einer Einführungswoche in der B-Wusst-Woche – mit einer Veranstaltung von und mit Monika Röttgen, die das sehr praxisnahe Buch „Die Klimafreundliche Küche“ geschrieben hat, im Freilichtmuseum, einem Einführungsabend für die Challenge-Idee in der Wandel-Werkstatt und einer Wildkräuterführung mit Gisela Tubes – wird es in den darauffolgenden Wochen um Themen wie unverpacktes Einkaufen, Lebensmittelverwertung, fairer Handel oder vegetarische Ernährung gehen. Ihr bekommt täglich Tipps von uns – die ihr praktisch ausprobieren könnt. Hier könnt ihr einen Selbsttest machen, wie euer ökologischer Fußabdruck für Ernährung im Moment aussieht. Daraus ergeben sich vielleicht schon erste Ansatzpunkte für kleine Veränderungen. Bei unserer Challenge wird es dann sportlich – wir küren nach vier Wochen den/die beste/n Klimaschützer*in in Sachen Ernährung! Es warten kleine Anerkennungen für euer Mitmachen auf euch, wie z.B. ein Gutschein für das klimafreundliche Café im Grünen im Silberbachtal oder das oben erwähnte Buch „klimafreundliche Küche“ von Monika Röttgen. Also wer mitmacht gewinnt – vielleicht nicht unbedingt einen unserer Preise – aber auf jeden Fall jede Menge tolle Erfahrungen und gutes Know-How zum Schutz des Klimas.

Details und den Zeitplan findest du hier.

23. Juli 2020
Desinfektionsmittel selber machen

Wir möchten hier zwei Rezepte vorstellen, wie du selbst Desinfektionsmittel herstellen kannst. Eines der Rezepte basiert auf den Empfehlungen der WHO.

Rezept 1

Du brauchst:

  • 40 ml Aloe Vera Gel
  • 7 ml Wodka
  • 3 ml fettes Pflanzenöl (z.B. Mandelöl)
  • 15 Tropfen Ätherische Öle

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine Flasche füllen und gut schütteln.


Rezept 2

Um sicher zu gehen, dass das Desinfektionsmittel auch wirklich effektiv gegen Viren hilft ergänzen wir hier noch das Rezept der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Die Zutaten sind in jeder Apotheke erhältlich. Du brauchst:

  • 833 ml Ethanol (96 % Vol.) – oder 752 ml Isopropylalkohol (99,8 % Vol.)
  • 42 ml Wasserstoffperoxid (3-prozentig)
  • 15 ml Glycerin
  • 110 ml abgekochtes oder destilliertes Wasser – bei der Verwendung von Isopropylalkohol: 192 ml
  • Messbecher
  • Glas- oder Plastikflasche mit einem Liter Fassungsvermögen

Zubereitung:

Ethanol, Wasserstoffperoxid und Glycerin in die Flasche füllen. Wasser ergänzen und Flasche zügig verschließen. Danach mehrmals schütteln, um Zutaten gut zu vermischen.

23. Mai 2020
Servietten Einwegmaske

Wenn es mal schnell gehen muss und man keine Mund-Nasen-Maske zur Hand hat dann kann man sich innerhalb weniger Augenblicke eine Einwegmaske aus einer Serviette basteln. Wie das funktioniert zeigen wir dir hier:

Zur Anleitung.

8. Mai 2020
Rezepte mit Fichtenspitzen

Wer hat’s gewusst? Auch Fichte kann man im Frühjahr essen…  Wir zeigen euch 3 Rezepte:

Rezept 1: Wildkräuter-Pesto aus Fichtenspitzen

Zutaten:
Pesto und Pasta geht immer
– 40-50 Fichtenspitzen (schneller gesammelt, als man denkt)
– 80 Gramm Parmesan
– Pinienkerne oder geriebene Mandeln
– 1 Spritzer Zitronen- oder Limettensaft
– 1TL Zucker/Honig/Agavendicksaft
– Olivenöl
– 1/2TL Salz – lieber noch einmal nachwürzen
– Etwas weißer Pfeffer

Zubereitung:
1. Die Fichtenspitzen in lauwarmem Wasser waschen und trockentupfen und in einen Mixer geben/klein schneiden.
2. Die Pinienkerne in einer ungefetteten Pfanne anrösten.
3. Den Parmesan reiben und ebenfalls in den Mixer. Den Zitronen- / Limettensaft dazugeben, ebenso den Zucker und das Salz und dann ein paar Mal die Pfeffermühle drüber drehen.
4. Mit Olivenöl auffüllen, bis etwa ¾ der Masse bedeckt ist. Mixer an – fertig!


Rezept 2: Wildkräuter-Sirup mit Fichtenspitzen
Dieser Sirup ergibt mit eiskaltem Mineralwasser aufgegossen ein herrlich erfrischendes Getränk an heißen Sommertagen.

Zutaten:
– 80 Triebspitzen (Bitte von verschiedenen Bäumen sammeln!)
– 1 Liter Wasser
– 2 Bio- / unbehandelte Zitrone oder Limette
– 1 Kilo Zucker
– 1 TL Ascorbinsäure
– Bei Belieben: Ingwerwurzel, etwa ein Stück, so groß wie ein halber Daumen
– Bei Belieben: 2 Stängel Zitronemelisse

Zubereitung:
Die Fichtenspitzen in lauwarmem Wasser waschen und trockentupfen. Die Zitrone ebenso .Die Fichtenspitzen in einen Topf geben, mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen. Die Zitronenschale mit einem Schäler dünn abschälen und in den Topf geben. Den über Nacht stehen lassen. Den Zitronensaft auspressen und abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag Zitronensaft und die möglichen übrigen Zutaten (Zitronemelisse, Ingwer in Scheiben geschnitten) in den Topf geben. Alles aufkochen und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Dann absieben und die Flüssigkeit in einem anderen Topf auffangen. Nun den Zucker und die Ascorbinsäure dazugeben, wieder aufkochen lassen und nochmals etwa 30-40 Minuten in offenem Topf köcheln lassen.Den Sirup heiß in vorher ausgekochte Schraubgläser gießen. Diese sofort verschießen, einmal kurz auf den Kopf drehen und auskühlen lassen. Die Flaschen an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren.


Rezept 3: Maiwipfel-Shortbread

Für 40-45 Stück braucht ihr:
– 30 g junge, grüne Tannen- oder Fichtenspitzen
– 100 g Zucker
– 250 g zimmerwarme, weiche Butter
– 1 gute Prise Salz
– 1 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale
– 250 g Mehl
– 125 g Maisstärke

Zubereitung:
1. Tannenspitzen waschen und sehr gut trockentupfen. Mit dem Zucker in einen Universalzerkleinerer geben und fein hacken. Oder mit einem großen Küchenmesser sehr fein hacken und dann mit dem Zucker mischen.


2. Butter, Salz und Tannenspitzen-Zucker mit dem Handrührer ca. 5 Minuten lang aufschlagen,bis die Butter weiß und cremig ist. Zitronenschale unterrühren. Mehl und Stärke mischen und auf die Butter sieben. Zuerst alles kurz mit dem Handrührer vermengen, dann kurz mit den Händen durchkneten.


3. Teig auf einem Stück Backpapier ca. 1 cm dick rechteckig ausrollen. Mit einem langen Messer schon einmal die Schnittkanten der Kekse einritzen. Teig mit einer kleinen Gabel in kurzen Abständen einstechen. Backpapier mit dem Teig auf ein Blech ziehen. Ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen (oder, wenn das Blech für den Kühlschrank zu groß ist, den Teig mit dem Papier auf ein Küchenbrett ziehen). Backofen (E-Herd) auf 170 °C vorheizen. Shortbread im heißen Ofen ca. 25 Minuten hell backen.


4. Shortbread aus dem Ofen nehmen und auf dem Blech ca. 10 Minuten abkühlen lassen. Dann mit dem Messer entlang der Markierungen in Stücke schneiden. Noch etwas abkühlen lassen, dann zum vollständigen Auskühlen auf ein Gitter setzen. Zum Aufbewahren in eine Blechdose legen.

Guten Appetit!

4. Mai 2020
Upcycling Idee: Insekten-Dose

Für eine Insekten-Dose brauchst du:

  • 1 Blechdose

  • bunte Wolle

  • Schere

  • Holzperlen

  • weißer und schwarzer Filz

  • Klebstoff

  • Hammer

  • Nagel

  • Draht

  • Füllmaterial (zum Beispiel Bambusstäbe, Röllchen aus Wellpappe, Holzwolle, Stroh, dünne Zweige)

 

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-2.png

So wird gebastelt:

1: Umwickle die Dose mit Wolle. Möchtest du die Farbe wechseln, schneide den Faden ab und knote einen anderen an das lose Ende. Zum Schluss verknotest du das Ende des letzten Fadens.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-3.png

 

 

 

 

2: Knote sechs gleich lange Fäden an die Unterseite deiner Dose – das werden die Insekten-Beinchen.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-4.png

 

3: Fädele je eine Holzperle an die Enden der Fäden. Mit einem dicken Knoten sorgst du dafür, dass die Perlen dort auch bleiben.

 

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-5.png

 

 

 

4: Schneide je zwei große weiße und zwei kleinere schwarze Kreise aus dem Filz aus. Klebe die schwarzen Kreise auf die weißen Kreise. Die fertigen Augen klebst du auf der linken und rechten Seite der Dose fest.

 

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-6.png

 

5: Loche den Dosenboden wie auf dem Bild zu sehen vorsichtig mit Hammer und Nagel.

 

 

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-7.png

 

 

 

 

6: Ziehe ein Stück Draht zum Aufhängen durch das Loch und die Dose hindurch. Verdrehe die Drahtenden miteinander.

 

 

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-8.png

 

7: Stecke das Füllmaterial in die Dose. Suche ein geschütztes Plätzchen im Garten oder auf dem Balkon. Nun können die ersten kleinen Bewohner in ihr neues Heim einziehen!

 

 

Alle Bilder: Franziska Fiolka für GEOmini

Mit freundlicher Genehmigung der Gruner + Jahr GmbH

26. April 2020
Buchrezension: “Die Klimafreundliche Küche” von Monika Röttgen

Mit dem Buch „Die klimafreundliche Küche“ hat die Autorin Monika Röttgen einen umfassenden Ratgeber für alle Menschen, die sich über den ökologischen Fußabdruck ihrer Ernährung Gedanken machen, geschaffen. Nach einer kurzen Einführung zum immer größer werdenden Ressourcenverbrauch allgemein, widmet sich das Buch dem Thema Ernährung. Da wir mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 1,5 Tonnen CO2 für unsere Ernährung schon fast unser Gesamtbudget an CO2, das uns eigentlich zustehen würde, ausgeschöpft haben, liegt es auf der Hand, Überlegungen anzustellen, wie unser ökologischer Fußabdruck in dieser Hinsicht kleiner werden kann.

Monika Röttgen tut dies auf eine sehr anschauliche Art und Weise – ihr Schreibstil liest sich flüssig – so schmöckert man immer weiter, um zu erfahren, welche Zutaten der klimafreundlichen Küche sie als Klimatops bzw. Klimaflops einstuft. Es wird die Rolle der Landwirtschaft und da vor allem des Fleischkonsums beleuchtet, wir erfahren einiges über den Wasserverbrauch bei der Herstellung von Lebensmitteln, es geht um Transport und Lagerung, Konsum von Fertiggerichten, die Verfügbarkeit von Lebensmitteln über das ganze Jahr hinweg, um Lebensmittelverschwendung oder auch um die persönlichen Einkaufsgewohnheiten.

So entsteht insgesamt ein umfassendes Bild, welche Faktoren bei einer klimafreundlichen Ernährung eine Rolle spielen. Beim Studium einzelner Zutaten und deren Energieverbrauch tritt so mancher Aha-Effekt ein und es entstehen Überlegungen, mit welcher klimafreundlichen Alternative man liebgewonnene Gewohnheiten ersetzen könnte. Gut, dass das Buch hierfür gute Tipps bereit hält. Die Einteilung in Klimaflops und Klimatops gibt Impulse, welche Zutaten wir für unsere Mahlzeiten in Zukunft mehr verwenden können – wem hier Ideen zur Zubereitung fehlen, der kann sich im Rezeptteil schöne Anregungen holen.

Außerdem gibt es auch auf der Internetseite zum Buch kreative Methoden, die zeigen, wie sich verschiedene Zutaten kombinieren lassen – dies ist alles graphisch sehr schön aufbereitet – fast ein bisschen spielerisch – so können die Prinzipien des klimafreundlichen Kochens schnell verinnerlicht werden. Wer sich mit diesem Thema auseinandersetzt, wird sich sicherlich auch bald auf die Suche nach alternativen Beschaffungsmöglichkeiten begeben – auch hier stellt das Buch Ansätze vor, die auf eine regionale, saisonale und möglichst verpackungsfreie Versorgung abzielen. Zur Abrundung dürfen natürlich auch Tipps zur Haltbarmachung von Lebensmitteln nicht fehlen. Es wird eine Menge an altem Wissen weitergegeben, von dem man vielleicht schon manchmal gedacht hatte, es sei schon in Vergessenheit geraten.

Zum Schluss gibt es noch nützliche Tipps für Verpackungsalternativen, klimafreundliches Putzen und einige schöne DIY-Anregungen. Monika Röttgens Buch trägt den Untertitel: „ein Mitmachbuch“ – und das ist es wirklich – man nimmt es immer wieder zur Hand, weil so viele interessante Aspekte darin beleuchtet sind. Es macht Lust, Dinge auszuprobieren – seien es die Wildkräuter im Mittagessen oder das Dörren überschüssiger Früchte – und je mehr man sich in das Thema hinein vertieft, desto mehr merkt man, dass es zu einer Lebensphilosophie werden kann – es zu einem Lebensstil hinführt, der viel Erfüllung und Zufriedenheit mit sich bringt – und am Schluss sogar unserem Planeten vielleicht das eine oder andere (imaginäre) Lächeln abringt.

Freya Verlag · 1. Auflage 2020 · Klappenbroschur · Fadenheftung · durchgehend vierfarbig · zahlreiche Illustrationen · 288 Seiten · Format: 17 x 22 cm · € 24,99 D/A ·

ISBN 978-3-99025-400-4

Grafik: Laura Laakso

Die Autorin: Monika Röttgen, Volkskundlerin. Seit 25 Jahren im Berufsleben mit dem Schwerpunkt Kommunikation für Museen. VHS-Dozentin, „Klimafreundlich-Köchin“ und angehende Kräuterpädagogin. PR-Frau der Solidarischen Landwirtschaft „Der Dorfacker“ im nordlippischen Kalletal, dort auch Zweitwohnsitz mit Garten und Raum für Kräuter-Experimente.

23. April 2020
Rezept: Süßes für die Ostertafel

Wer Lust hat auf eine süße Nascherei – und sich dabei trotzdem gesund ernähren will – wird sicher von diesem Rezept begeistert sein. Die Rezepte von Stefanie Reeb kommen ohne Zucker aus und sind meist vegan und glutenfrei… Oft ist nicht einmal backen nötig – also sind die Köstlichkeiten auch relativ schnell hergestellt. Wer die Zutaten gerne klimafreundlicher zusammensetzen möchte kann die Datteln mit Rosinen ergänzen und die Mandeln mit Sonnenblumenkernen. Lasst es euch schmecken! – Auch wenn wir Ostern wahrscheinlich dieses Jahre alle etwas anders gestalten als sonst…

27. März 2020
1-Hektar-Workshop am 22. März 2020

+++ Diese Veranstaltung ist wegen des Coronavirus vorsorglich leider abgesagt. +++

„Wir leben nicht über unsere Verhältnisse, sondern über die Verhältnisse der anderen – und zugleich unter unseren Möglichkeiten, nämlich unseren Möglichkeiten zur Änderung der Verhältnisse.“

Stephan Lessenich, Neben uns die Sintflut (2016)

Was haben Hunger und Krieg denn damit zutun, was ich kaufe? Was haben Armut und Korruption mit dem Klimawandel zu tun? Was haben Dürre und Überschwemmungen damit zutun, was ich esse? Was haben Giftstoffe in meiner Kleidung mit dem Artensterben zutun? Was haben Flucht und Vertreibung mit unserem Wohlstand zu tun? Gefährdet die Not anderer Menschen unsere Demokratie?

In einer globalisierten Welt hängen die Dinge miteinander zusammen. Es ist nicht immer ganz einfach die Zusammenhänge zu erkennen und man kann weiter wegsehen und abwarten, wie es sich noch entwickelt. Oder man kann seine Zukunft selbst gestalten. Um die richtigen Entscheidungen treffen zu können, ist es notwendig, die Zusammenhänge zu verstehen und den Einfluss des eigenen Handelns zu messen.

Dafür eignet sich der Ökologische Fußabdruck als Messinstrument für den Ressourcenverbrauch. Er lässt sich für einen Menschen, eine Gemeinschaft oder der gesamten Menschheit berechnen.

Der 1-Hektar-Workshop von Plattform Footprint Deutschland e.V. …ist als Einstieg in die Thematik ideal, da er mit einfachen Mitteln auf spielerische Art das Kernproblem verdeutlicht. Zielgruppe: SchülerInnen und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 25 Jahren.


Der Workshop ist kostenlos und wird am 22. März 2020 bei uns in der Wandel-Werkstatt von 12-16 Uhr stattfinden. Bitte vorher bis zum 19. März bei uns anmelden (z.B über info@lippeimwandel.de), da der Workshop nur stattfinden kann, wenn mindestens 20 Personen teilnehmen! Zudem ist ein kleines Mitbringbuffet geplant. Die Veranstaltung ist für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gedacht, denen dann auch das gesamte Workshop-Material zur Verfügung gestellt wird.


Ablauf des Workshops

Zu Beginn versuchen die TeilnehmerInnen in einem Gedankenexperiment zu klären, was gerecht ist. Wie verteilen wir die knappen Ressourcen so, dass auch diejenigen, die bisher die Ressourcen noch nicht nutzen konnten, endlich davon profitieren können?

Ein kurzer Vortrag erklärt die Methodik des Ökologischen Fußabdrucks, der die Maßzahl für den Ressourcenverbrauch ist. Seine Einheit ist der Globalhektar. Der Earth Overshoot Day zeigt, dass wir weltweit mehr an Ressourcen verbrauchen, als uns die Erde zur Verfügung stellen kann. Woraus sich sofort die Frage ergibt, wieso wir hier in den reichen Ländern davon nichts merken.

Das Weltverteilungsspiel macht deutlich, wie Weltbevölkerung, Kapital und Ressourcenverbrauch verteilt sind. Es wird verständlich, dass wir in den reichen Weltregionen für den Earth Overshoot Day verantwortlich sind.

Im anschließenden 1-Hektar-Spiel entwickeln die TeilnehmerInnen einen zukunftsfähigen Lebensstil. Jedem Menschen auf der Welt steht in diesem Spiel genau 1 Hektar zu Verfügung und die TeilnehmerInnen diskutieren nun, wie sie diesen Hektar nutzen. Dabei klären sie, was man zum Leben braucht und was ihnen wirklich wichtig ist.

Mehr Infos zu Plattform Footprint findest du hier.

24. Februar 2020